winter

16/2/26

Heute Morgen um 7 Uhr sind drei Widder zum Schlachten abgeholt worden. Das ist immer ein trauriger Tag, weil einem die Tiere durch den täglichen Umgang recht nahe stehen.

Damit wir die Tiere nicht im Dunkeln einfangen mussten, haben wir gestern mit unseren Steckfix-Horden einen kleinen Pferch aufgebaut, in dem die drei die Nacht verbracht haben. Die Horden mussten zunächst im Schnee gesucht werden, weil wir sie nicht ordentlich weggeräumt hatten.

Schneeverwehungen haben nachts erneut große Schneemengen auf unseren Zugangsweg abgelegt. Der Tiertransporter ist, kurz nachdem er von der Hauptstraße auf unseren Landweg abgebogen ist, steckengeblieben und konnte nur mit einem Traktor herausgezogen werden.
Gut, dass unsere Tiere halbwegs zahm waren. Wir konnten sie an die Leine nehmen und sind 500 m mit ihnen gelaufen. Es hat geholfen, die Widder mit einem Becher voll Pellets zu locken.

Der Transport zur Schlachterei dauerte eine knappe Stunde. Heute Nachmittag können wir schon die Felle abholen. Das macht eine gute Freundin für uns, weil wir wieder vollständig eingeschneit sind. An einigen Stellen des Weges liegen 70 cm Schnee. Wir sind wirklich froh, dass viele Menschen hier sehr hilfsbereit sind.

Wir überlegen, ob wir zukünftig die Tiere spätestens im Dezember schlachten, weil wir mit unseren Gerätschaften nicht auf die derzeitigen Wetterbedingungen eingestellt sind.

Ertebølle Schafe, winter

15/2/26

Die Schneeverwehungen machen uns sehr zu schaffen. Beim Transport von Futter, Wasser und Batterien für die Stromversorgung sind wir mit der Schubkarre ständig steckengeblieben.

Zum Glück haben wir den ATV, der bis jetzt den Weg über das Feld schafft.

Das Einsammeln des Zaunes ist auch nicht einfach, wenn er tief eingeschneit ist.

Einige wagemutige Ziegen versuchen, die Schneefelder zu überqueren, während die Schafe selbst in den eingezäunten Flächen die tiefen Schneeflächen meiden. Anscheinend hören sie bei 20–30 cm Schneehöhe auf, nach etwas Essbarem zu suchen. Vielleicht haben wir auch einfach zu viel zugefüttert.

Ertebølle Schafe, Landrasseziegen, winter

11/2/26

Nachdem es letzte Woche geschneit hat, liegt draußen immer noch eine durchgängige Schneedecke. Besonders unsere vier dänischen Landhühner waren anfangs nicht begeistert und haben morgens gleich auf der Hühnerleiter wieder kehrt gemacht und sind zurück ins Häuschen.


Die Temperaturen waren in den letzten Tagen immer um den Nullpunkt herum. Johnny hat es geschafft die Zaunstäbe mit dem Hammer in den Boden zu hauen, so dass wir die Schafe und Ziegen umsetzen konnten. Das gibt zwar nicht ganz so viel Ausbeute durch die Schneeschicht, aber zumindest ist die Fläche nicht allzu voll mit Kot.


Außerdem können wir etwas Heu einsparen. Die letzten Winter waren nicht so kalt, daher haben wir nicht viel gebraucht. In diesem Jahr sind nicht so viele Ballen übrig. 

Wir hoffen, die restlichen Ballen reichen bis wieder Gras wächst. Sonst müssen wir noch mehr kaufen. Wir nehmen gerne die kleineren Heuballen, weil wir keine Geräte für das Handtieren haben.

Kleine Heuballen werden in Dänemark Morten Korch Baller genannt. Manchmal sind die im Frühling schon ausverkauft und wir müssen auf die großen Rundballen ausweichen.

Futter, Hühner, umsetzung, winter

3/2/26


Nachdem es bereits Anfang Januar sehr frostig war, hat circa am 19.1.26 eine neue Frostperiode begonnen, in der es kaum noch Plusgrade gab. Mindestens seit dem 20.1.26 liegt ein Stück Eis aus dem Trinkwassereimer auf der Weide und ist trotz gelegentlichen Sonnenscheins nicht aufgetaut. 

Eis aus Trinkwassereimer

Die letzten drei Tage hatten wir durchgehend Temperaturen unter null Grad, und dazu bläst der Wind. Eine Wetterwende ist nicht in Sicht. Bereits vorgestern haben wir keinen Zaun aufbauen können, weil der Boden so hart gefroren ist. Zum Glück hatten wir schon im Vorhinein einige Weidestücke eingezäunt, sodass die Tiere heute umziehen können. Mehr haben wir aber nicht im Vorrat. Das bedeutet, dass wir spätestens in drei Tagen deutlich mehr zufüttern müssen. Vielleicht schaffen wir es auch, einige Zaunstäbe mit dem Hammer in den Boden zu bekommen, ohne dass diese verbiegen.

Auf der Suche nach etwas Essbarem machen sich besonders die Ziegen, aber auch einzelne Schafe, über die Bäume her.


Ich reibe einzelne Bäume mit Schafkot ein. Dazu nehme ich den Kot mit den Teilen der Rohwolle vom Scheren auf, die nicht fürs Spinnen geeignet sind. Das soll die Tiere vom Abschälen der Rinde abhalten. Zuvor hat das auch ganz gut funktioniert. Im Moment scheint der gefrorene Kot aber nicht die gleiche abschreckende Wirkung zu haben, und die Tiere fressen munter weiter.

Schafkot und Rohwolle


Einige Bäume waren heute morgen fast rundherum abgeschält. Es bleibt abzuwarten, ob die betroffenen Bäume das überleben.

geschälter Baum


Für die Behandlung der Bäume auf dem neuen Stück habe ich den eingesammelten Kot erst einmal in unserem Heizungsraum auftauen lassen und dann mit etwas Wasser angerührt. Wenn das auch nicht hilft, müssen die Bäume wohl im Winter ganz aus der Beweidung herausgenommen werden.

Bäume, winter

30/1/26

Das Trockenstellen der Ziegen hat nicht so gut funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Nachdem ich das abendliche Melken weggelassen habe, ist die Milchproduktion unserer beider Milchziegen von insgesamt 750 ml täglich auf 700 ml gefallen. Da stagnierte der Milchertrag. 

Mein zweiter Schritt um die Milcherzeugung zu verringern war, nur noch mit der Maschine zu melken und nicht händisch zu unterstützen. Dadurch ist das Milchvolumen auf etwa 600 ml gefallen. Im Moment melke ich nur noch 1 Minute je Ziege mit der Maschine und es gibt für beide Ziegen zusammen ca. 500 ml Milch.

Als letzten Schritt werde ich nicht mehr jeden Tag melken und die Zeitintervalle zwischen dem Melken erhöhen. Die Zusatzgabe an Pellets (Ergänzungsfutter) beim Melken wird ab sofort auch reduziert. Spätestens in zwei Wochen stelle ich das Melken ein.

Landrasseziegen, Melken, winter

16/1/26

Wir melken auch im Winter. Die Ziegen sind seit Mai 2024 ( also 20 Monate) durchgängig zweimal täglich gemolken worden. Zuletzt hat es sich aber kaum noch gelohnt abends zu melken. Es kamen nicht mehr als 1/4 Liter zusammen. Morgens bekommen wir etwa einen halben Liter.

bulette

Heute habe ich erstmalig das Melken gegen Abend weggelassen und melke jetzt nur noch morgens. Langsam soll die Milchproduktion im Euter nachlassen. Wenn alles gut geht, kann ich Anfang Februar das Melken ganz einstellen. Wir hoffen, dass Anna und Bulette, unsere beiden Milchziegen, trächtig sind, daher sollen sie mindestens zwei Monate Zeit bekommen sich etwas zu erholen und Kräfte zu sammeln. 

anna

Die Ziegen sind dänische Landrasseziegen und so robust, dass sie ganzjährig im Freien gehalten werden können. Regen und starken Wind mögen sie allerdings nicht so gerne, dann verkriechen sie sich in die kleinen Häuschen, die wir versuchen nach der Windrichtung auszurichten. Die Ziegen brauchen außerdem Heu und Stroh, um sich warm zu halten. An sehr kalten Tagen zittern sie am ganzen Körper, wenn wir mit dem Futter kommen.

ertebølleschaf

Die Ertebølle Schafe sind noch unempfindlicher als die Ziegen. Bei eisigem Wetter haben sie in der Nacht verteilt auf der Weide gelegen und die gefrorene Grasdecke etwas angetaut. Vor vier Jahren hatten wir einen starken Sturm und die Schafe in den offenen Stall  getrieben. Das hat ihnen aber nicht gefallen und sie wollten schnell zurück auf ihre kalte Weide.

Ertebølle Schafe, Landrasseziegen, Melken, winter

7/1/26

Unsere Tiere sind auf das nächste Stück Weide umgezogen.
Trotz der leichten Schneedecke, haben sie sofort angefangen zu grasen.
Einige bevorzugen sogar das Gras der gleichzeitig gegebenen Heu-Ration.

Auf dem alten Stück ist nicht mehr viel zurück.
Wenn wir nicht mit Heu und unserer täglichen Ration zugefüttert hätten, wäre das sicher nicht genug gewesen.
Die Schafe und Ziegen wirkten bis zum Umzug nicht allzu gestresst.
Ohne Zufütterung hätten wir nach ein bis zwei Tagen umsetzen müssen. 

umsetzung, winter
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