Nachdem es bereits Anfang Januar sehr frostig war, hat circa am 19.1.26 eine neue Frostperiode begonnen, in der es kaum noch Plusgrade gab. Mindestens seit dem 20.1.26 liegt ein Stück Eis aus dem Trinkwassereimer auf der Weide und ist trotz gelegentlichen Sonnenscheins nicht aufgetaut.

Die letzten drei Tage hatten wir durchgehend Temperaturen unter null Grad, und dazu bläst der Wind. Eine Wetterwende ist nicht in Sicht. Bereits vorgestern haben wir keinen Zaun aufbauen können, weil der Boden so hart gefroren ist. Zum Glück hatten wir schon im Vorhinein einige Weidestücke eingezäunt, sodass die Tiere heute umziehen können. Mehr haben wir aber nicht im Vorrat. Das bedeutet, dass wir spätestens in drei Tagen deutlich mehr zufüttern müssen. Vielleicht schaffen wir es auch, einige Zaunstäbe mit dem Hammer in den Boden zu bekommen, ohne dass diese verbiegen.
Auf der Suche nach etwas Essbarem machen sich besonders die Ziegen, aber auch einzelne Schafe, über die Bäume her.


Ich reibe einzelne Bäume mit Schafkot ein. Dazu nehme ich den Kot mit den Teilen der Rohwolle vom Scheren auf, die nicht fürs Spinnen geeignet sind. Das soll die Tiere vom Abschälen der Rinde abhalten. Zuvor hat das auch ganz gut funktioniert. Im Moment scheint der gefrorene Kot aber nicht die gleiche abschreckende Wirkung zu haben, und die Tiere fressen munter weiter.

Einige Bäume waren heute morgen fast rundherum abgeschält. Es bleibt abzuwarten, ob die betroffenen Bäume das überleben.

Für die Behandlung der Bäume auf dem neuen Stück habe ich den eingesammelten Kot erst einmal in unserem Heizungsraum auftauen lassen und dann mit etwas Wasser angerührt. Wenn das auch nicht hilft, müssen die Bäume wohl im Winter ganz aus der Beweidung herausgenommen werden.
