Landrasseziegen

15/2/26

Die Schneeverwehungen machen uns sehr zu schaffen. Beim Transport von Futter, Wasser und Batterien für die Stromversorgung sind wir mit der Schubkarre ständig steckengeblieben.

Zum Glück haben wir den ATV, der bis jetzt den Weg über das Feld schafft.

Das Einsammeln des Zaunes ist auch nicht einfach, wenn er tief eingeschneit ist.

Einige wagemutige Ziegen versuchen, die Schneefelder zu überqueren, während die Schafe selbst in den eingezäunten Flächen die tiefen Schneeflächen meiden. Anscheinend hören sie bei 20–30 cm Schneehöhe auf, nach etwas Essbarem zu suchen. Vielleicht haben wir auch einfach zu viel zugefüttert.

Ertebølle Schafe, Landrasseziegen, winter

13/2/26


Gestern habe ich zum letzten Mal gemolken. Eigentlich hatte ich vor, erst fünf Tage später aufzuhören. Die ersten zwei bis drei Strahlen melken wir nicht in die Flasche, da sich in denen zu viele Keime sammeln können. Außerdem kann man die Beschaffenheit der Milch sehen. Bei Bulette kam gestern zu großen Teilen eine dicke, sahneartige Substanz heraus. Das Euter war auch deutlich kleiner. 

Bei Anna habe ich noch eine Minute mit der Maschine gemolken, es kamen aber nur 150 ml. Das Euter war ebenfalls nicht groß. Deswegen habe ich beschlossen, nicht weiter einzugreifen. Ich denke, Anna und Bulette schaffen es die Milchproduktion einzustellen. Bleibt zu hoffen, dass die beiden trächtig sind und wir in ca. zwei Monaten Zicklein bekommen. 

Annas Milch hat auch eine viel dickflüssigere Konsistenz. Anscheinend hat bereits der Prozess begonnen, bei dem Flüssigkeit im Euter resorbiert wird. In dem Zuge soll angeblich der Anteil von Abwehrstoffen ansteigen. Die Milch werde ich deswegen nicht mehr verwerten.

Das vorletzte Mal hatte ich vor vier Tagen gemolken. Da war die Milch auch schon recht dickflüssig. Vielleicht hätte ich schon zu diesem Zeitpunkt stoppen können.

Landrasseziegen, Melken

30/1/26

Das Trockenstellen der Ziegen hat nicht so gut funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Nachdem ich das abendliche Melken weggelassen habe, ist die Milchproduktion unserer beider Milchziegen von insgesamt 750 ml täglich auf 700 ml gefallen. Da stagnierte der Milchertrag. 

Mein zweiter Schritt um die Milcherzeugung zu verringern war, nur noch mit der Maschine zu melken und nicht händisch zu unterstützen. Dadurch ist das Milchvolumen auf etwa 600 ml gefallen. Im Moment melke ich nur noch 1 Minute je Ziege mit der Maschine und es gibt für beide Ziegen zusammen ca. 500 ml Milch.

Als letzten Schritt werde ich nicht mehr jeden Tag melken und die Zeitintervalle zwischen dem Melken erhöhen. Die Zusatzgabe an Pellets (Ergänzungsfutter) beim Melken wird ab sofort auch reduziert. Spätestens in zwei Wochen stelle ich das Melken ein.

Landrasseziegen, Melken, winter

16/1/26

Wir melken auch im Winter. Die Ziegen sind seit Mai 2024 ( also 20 Monate) durchgängig zweimal täglich gemolken worden. Zuletzt hat es sich aber kaum noch gelohnt abends zu melken. Es kamen nicht mehr als 1/4 Liter zusammen. Morgens bekommen wir etwa einen halben Liter.

bulette

Heute habe ich erstmalig das Melken gegen Abend weggelassen und melke jetzt nur noch morgens. Langsam soll die Milchproduktion im Euter nachlassen. Wenn alles gut geht, kann ich Anfang Februar das Melken ganz einstellen. Wir hoffen, dass Anna und Bulette, unsere beiden Milchziegen, trächtig sind, daher sollen sie mindestens zwei Monate Zeit bekommen sich etwas zu erholen und Kräfte zu sammeln. 

anna

Die Ziegen sind dänische Landrasseziegen und so robust, dass sie ganzjährig im Freien gehalten werden können. Regen und starken Wind mögen sie allerdings nicht so gerne, dann verkriechen sie sich in die kleinen Häuschen, die wir versuchen nach der Windrichtung auszurichten. Die Ziegen brauchen außerdem Heu und Stroh, um sich warm zu halten. An sehr kalten Tagen zittern sie am ganzen Körper, wenn wir mit dem Futter kommen.

ertebølleschaf

Die Ertebølle Schafe sind noch unempfindlicher als die Ziegen. Bei eisigem Wetter haben sie in der Nacht verteilt auf der Weide gelegen und die gefrorene Grasdecke etwas angetaut. Vor vier Jahren hatten wir einen starken Sturm und die Schafe in den offenen Stall  getrieben. Das hat ihnen aber nicht gefallen und sie wollten schnell zurück auf ihre kalte Weide.

Ertebølle Schafe, Landrasseziegen, Melken, winter
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