24/3/26
Am Wochenende haben wir Kompost vom Wertstoffhof geholt, den ich auf die Beete für die starkzehrenden Pflanzen (Zucchini, Kürbis, Weißkohl) sowie im Gewächshaus verteilt habe. In den letzten fünf Jahren haben wir mehrere Anhänger voll mit kommunalem Kompost geholt. Langfristig wollen wir hauptsächlich unseren selbst erzeugten Kompost nutzen, doch bisher haben wir nicht so viel davon, und z. T. ist die Qualität nicht so gut für den Küchengarten, weil viele Unkrautsamen enthalten sind.

Im Moment haben wir bei uns vier verschiedene Arten, selbst zu kompostieren.
Unser Küchenabfall und kleine Teile des Gartenabfalls, der nicht so viele Samen enthält, kommen in einen Komposter, den wir von unseren Vorgängern übernommen haben. Wir achten hier nicht so sehr auf eine korrekte Befüllung, weil wir dieses Material meist nicht direkt benutzen, sondern als Starter für die nächste Stufe.

Der Großteil unserer Gartenabfälle landet in selbst zusammengezimmerten Palettenbuchten. Da wir diese nicht gießen und die Buchten nach oben offen sind, dauert es recht lange, bis das grobe Material umgesetzt ist. Danach ist der Kompost jedoch schön locker. Wir benutzen diesen Kompost vor allem rund um unsere gepflanzten Obstbäume im Fruchtgarten, um den Boden etwas zu verbessern und das Wachstum von Gräsern etc. unter der Kompostschicht einzudämmen.



Für das Mischen unserer Aussaaterde benutze ich Laubkompost. Das Laub fege ich im Herbst zusammen und häufe es in eine der Kompostboxen. Darin bleibt es mindestens ein Jahr liegen. Danach kommt die zusammengefallene Masse in eine kleine Drahtbox, damit die große Box wieder frei wird. In der Drahtbox liegt das Material ein weiteres Jahr, bevor es gesiebt wird. Im Post vom 26/2/26 beschreibe ich, wie die Anzuchterde gemischt wird.


Letztes Jahr im Mai haben wir eine neue Art des Kompostierens gestartet, basierend auf dem sogenannten „Johnson-Su“-Kompost, jedoch etwas vereinfacht. Hier wird über Röhren Luft zugeführt, und täglich wird das Material mit Wasser berieselt. Dadurch soll über mindestens ein Jahr hinweg eine große Anzahl von nützlichen Mikroorganismen gefördert werden.
In den Johnson-Su kommen Gartenabfälle, altes Stroh und Heu, sowie Küchenkompost und Kompost aus unseren Palettenboxen, die noch nicht vollständig umgesetzt sind. Eigentlich kann fast alles organische Material dort hinein.
