Auch wenn unser Hauptaugenmerk auf den Tieren liegt, versuchen wir in unserem kleinen Gewächshaus und im Küchengarten etwas Gemüse anzubauen. In der Frostphase Anfang Februar habe ich Paprika ausgesät. Da sowohl der Mutterboden als auch unser Sandhügel gefroren waren, habe ich als Anzuchterde nur unseren selbst kompostierten Laubkompost zur Verfügung gehabt, den ich schon im Dezember grob gesiebt hatte. Leider ist nicht eine einzige Paprika gekeimt. Dafür keimten diverse Unkräuter und langsam breitet sich eine feine Algenschicht aus.

Ich habe den Laubkompost nicht erhitzt, weil ich gehofft habe, dass sich darin über die letzten zwei Jahre viele positive Mikroben angesiedelt haben.
Gestern habe ich einen zweiten Versuch mit den Paprikasamen gestartet. Diesmal war die obere Bodenschicht aufgetaut und ich konnte die Aussaaterde aus jeweils 1/3 Laubkompost, 1/3 Maulwurfshügelerde und 1/3 Sand mischen. Das Gemisch ist dann für eine gute Stunde bei über 100 °C in den Backofen gekommen, so dass wahrscheinlich alles, was darin lebte, abgetötet wurde.

Die Erde kommt dann in kleine Papiertöpfchen, die ich selbst mit einem “Paper Pot Maker” mache.
Zunächst wird nur bis kurz unter die obere Kante gefüllt, dann die sehr trockene Erde mit Wasser aus der Dressing-Flasche nahezu gesättigt. Auf die etwas zusammengesunkene Erde werden die Samen verteilt, darauf kommt eine weitere etwa 1 cm dicke Schicht mit Erde. Diese Schicht habe ich diesmal nur mit einer Sprayflasche befeuchtet, damit die Samen nicht vollständig nass liegen und verrotten.
Das gesamte Mini-Gewächshaus kommt auf eine Wärmematte zwischen 22 °C und 25 °C und wird mit einer Pflanzenlampe beleuchtet. Täglich wird der Deckel 1-2 Stunden entfernt, damit es nicht zu feucht wird. Nach dem Belüften wird erneut besprüht.


